So wurde unsere erste LEGO® Looping-Achterbahn Wirklichkeit

So wurde unsere erste LEGO® Looping-Achterbahn Wirklichkeit

Als unser allererstes Achterbahn-Set auf den Markt kam, übertraf sein Erfolg all unsere Erwartungen. Nie hätten wir gedacht, dass Achterbahnen so beliebt sind!

Als dann die Entwicklung unseres neuesten Achterbahn-Sets anstand, wurde unseren Designern rasch klar: Sie wollten etwas nie Dagewesenes entwerfen, das garantiert Achterbahnfans auf der ganzen Welt ansprechen würde.

Die LEGO® Looping-Achterbahn ist das ehrgeizigste Set des Jahres und größer und schneller als jedes Modell zuvor. Doch eine funktionsfähige Achterbahn zu bauen, stellte unsere Designer vor so einige spannende Herausforderungen …

Die Loopings stellten alles auf den Kopf

Zwei Dinge fallen bei unserem neuen Achterbahn-Set sofort ins Auge: zunächst einmal die beiden Loopings.

Schon zu Beginn des Designprozesses kristallisierte sich ziemlich rasch heraus, dass wir eine LEGO Achterbahn mit Loopings gestalten wollten – eine absolute Premiere!

„Nachdem wir mit dem Bau begonnen hatten, kamen wir schnell zum Schluss, dass Loopings nur dann zu realisieren waren, wenn es genug Geschwindigkeit gab“, erklärt Pierre Normandin, einer der leitenden Designer des neues Sets. Dank seiner Erfahrung als Designer für LEGO City und LEGO Icons – dort entwarf er unter anderem diverse Züge – war er die perfekte Besetzung für die Leitung dieses Set-Projekts. Dennoch wurde die Gestaltung für ihn zu einer Art Achterbahnfahrt.

LEGO® Designer Pierre Normandin

„Der Bau von LEGO Modellen läuft in vielerlei Hinsicht ähnlich ab wie im realen Leben. Es gibt aber auch große Unterschiede, und wir fanden ziemlich schnell heraus, dass es in Bezug auf die Achterbahntechnik viele Herausforderungen gab.“

Zum Beispiel musste der Wagen mit einer bestimmten Geschwindigkeit durch den ersten Looping fahren, um genug Fahrt für den zweiten Looping aufnehmen zu können. Es waren zig Testläufe nötig, bis die perfekte Geschwindigkeit gefunden war.

Wunder der Fliehkraft

Die Beschleunigung des Wagens wird durch die Schwerkraft erzeugt, die den Wagen zur Erde zieht. Der Beschleunigung wirkt jedoch die Reibung zwischen Wagen und Schienen entgegen sowie eine verstärkte Schwerkraft, die entsteht, wenn der Wagen versucht, am Anfang eines Loopings wieder nach oben zu fahren.

„Es kam oft vor, dass der Wagen genau vor dem Looping stehen blieb, was extrem frustrierend war“, berichtet Pierre.

Der Designer musste also eine Geschwindigkeit erzeugen, die größer war als die Reibung der Schienen und die erhöhte Schwerkraft in den Loopings.

Aber wie? Durch Höhe!

Geschwindigkeit kann nämlich auch durch eine Fallhöhe entstehen – je höher der Fall, desto höher die Geschwindigkeit.

Und damit kommen wir zum zweiten auffallenden Merkmal des Sets: Es ist hoch. Extrem hoch.

Es misst an seinem höchsten Punkt ganze 92 cm und ist damit eines der höchsten Sets, die wir je produziert haben. Die Höhe bringt aber eine weitere Herausforderung mit sich, mit der Achterbahnbauer auch in der Realität zu kämpfen haben:

Wie bekommt man den Wagen nach der Fahrt wieder an den Anfangspunkt zurück, um dort einen Durchgang starten zu können?

Mit dem Aufzug nach oben

Schau dir die Achterbahn in Aktion an!

„Wir haben während des Entwicklungs- und Designprozesses alle möglichen Optionen durchgespielt“, fährt Pierre fort. „Für eine Rampe hätten wir einen riesigen Hügel gebraucht, was aber nicht realisierbar gewesen wäre. Das Modell wäre dann viel zu groß geworden.

Die Lösung: Der Wagen wird mit einem vertikalen Lift nach oben verfrachtet, was Platz spart und den Wagen schneller in seine Startposition bringt.

Dieser Lift lässt sich entweder manuell bedienen oder mithilfe einer separat erhältlichen Batteriebox motorisieren.

Wenn der Wagen die Achterbahn hinunterfährt, senkt ein sorgfältig kalibriertes Gegengewicht den Lift auf natürliche Weise zurück in die Ausgangsposition.

Ein lustiger Tag auf dem Rummelplatz

Auf einem Rummelplatz gibt es natürlich mehr als nur eine Achterbahn. Deshalb hat Pierre das Set mit typischen Jahrmarktdetails und -situationen gespickt, die richtig Spaß machen.

Die Jahrmarktgäste können sich zum Beispiel einen Snack am Hot-Dog- oder Brezelstand genehmigen oder am Ballonstand einen Ballon kaufen (Pierres absoluter Favorit). Es gibt sogar einen Größenmesser, denn natürlich dürfen nur die Minifiguren Achterbahn fahren, die groß genug dafür sind! Apropos Minifiguren: Das Set enthält 11 neue Figuren, darunter sechs mit drehbaren Köpfen, die unterschiedliche Gefühle zeigen.

„Es sind oft die kleinen Dingen, die dem Set das richtige Flair verleihen. Diese Details zaubern einem ein Lächeln auf die Lippen, und sie sind auch nicht so aufwendig in der Entwicklung“, erklärt Pierre lächelnd.

Nach all der herausfordernden Technik war der Entwurf dieser lustigen Details sicher ein toller Ausgleich!

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