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    Die Entstehung von ‚Der Kuss‘, Gustav Klimts berühmtestem Werk

    Die Entstehung von ‚Der Kuss‘, Gustav Klimts berühmtestem Werk

    Nur wenige Gemälde ziehen einen so in ihren Bann wie Gustav Klimts ‚Der Kuss‘. Das Werk entstand auf dem Höhepunkt der Goldenen Periode des Künstlers und zeigt ein Paar, das sich in einer zärtlichen Umarmung verliert, wobei der Mann der Frau einen Kuss auf die Wange drückt. Beide sind in wallende, goldene Gewänder gehüllt, die mit Quadraten, Kreisen und zarten floralen Details verziert sind.

    Eines der bekanntesten Kunstwerke aller Zeiten, jetzt aus LEGO® Steinen nachgebildet. Das Ergebnis? LEGO Art: Gustav Klimt – Der Kuss (31221) ist genauso atemberaubend wie das Original.

    Um mehr über dieses Set und darüber zu erfahren, wie es gestaltet wurde, haben wir mit Milan Madge, Master Model Designer bei der LEGO Group, und Stephanie Auer, Kuratorin der Sammlung des 19. und 20. Jahrhunderts im Belvedere in Wien (wo das Originalgemälde ausgestellt ist), gesprochen.

    Blattgold in LEGO® Steine verwandeln

    Die erste Herausforderung bei diesem Entwurf bestand darin, etwas Zweidimensionales wie ein Gemälde in eine 3D-Kreation zu verwandeln und dabei sein Wesen so originalgetreu wie möglich wiederzugeben.

    „Gustav Klimt legte größten Wert auf Proportionen und darauf, dass alles absolut perfekt war. Als LEGO Designer, der an diesem Projekt arbeitet, muss man sich also überlegen, wie man die LEGO Steine, die in dieses sehr enge System passen, so einsetzt, dass man genau die Proportionen und Dimensionen wiedergibt, die Klimt im Sinn hatte“, sagt Milan.

    Inspiriert von den byzantinischen Mosaiken, die Klimt in Ravenna (Italien) gesehen hatte, verwendete er Blattgold-, platin- und messing, um seine Leinwände in Werke zu verwandeln, die eher mittelalterlichen illuminierten Handschriften ähnelten als klassischen Ölgemälden.

    „Wenn man sich den Hintergrund ansieht, ist das wirklich interessant: Er hat das Gold mehr oder weniger auf den Hintergrund gestreut, wo es an einer Art Klebstoff haften blieb. Man könnte meinen, er hätte für das Gemälde Goldfarbe verwendet. Aber nein, es handelt sich tatsächlich um Blattgold, oder sogar um Blattplatin oder Blattmessing“, erklärt Stephanie.

    Diese wechselhafte, leuchtende Wirkung mit LEGO Steinen wiederzugeben, war zweifellos eine der größten Herausforderungen des Projekts. Da die Grundfarben der LEGO Farbpalette seit vielen Jahren unverändert geblieben sind, war es besonders schwierig, Gustav Klimts Werk innerhalb dieses Farbschemas umzusetzen.

    „Wenn man an ‚Der Kuss‘ denkt, hat man ein berühmtes Bild vor Augen, das viel Gelb enthält. Aber wenn man hier vor Ort ist und um das Kunstwerk herumgeht, sieht man, dass es golden ist. Die Farbe verändert sich je nachdem, wo man sich im Raum befindet, und genau das wollten wir im LEGO Set unbedingt widerspiegeln“, ergänzt er.

    Zusammenarbeit mit den Experten

    Das Belvedere Museum in Wien beherbergt seit 1908 das Original von ‚Der Kuss‘. Ohne die enge Zusammenarbeit mit seinen Kuratorinnen und Kuratoren wäre es uns nicht gelungen, jedes Detail genau abzubilden. Für Stephanie zeigte diese Zusammenarbeit, warum Klimt und LEGO Steine so gut zusammenpassen.

    „Ich finde, Gustav Klimt und LEGO Steine passen perfekt zusammen. Klimt hatte ein großes Interesse an Form und der Reduktion von Form sowie an der Arbeit mit geometrischen Formen in seinen Werken. ‚Der Kuss‘, wo er so viele geometrische Ornamente verwendet, eignet sich deshalb perfekt für eine Nachbildung mit LEGO Steinen“, erklärt sie.

    Doch nicht jedes Element des Gemäldes ließ sich einfach umsetzen. Eine der heikelsten Aufgaben bestand darin, einen Weg zu finden, sich von der starren Geometrie des LEGO Systems zu lösen, um die organische, menschliche Qualität der Figuren – insbesondere ihrer Gesichter – wiederzugeben.

    „Ich finde, das Besondere an Klimt ist, dass er Ornament und menschliche Figur perfekt miteinander verbindet“, betont Stephanie. „Das war eine unserer größten Herausforderungen. Er war ein Meister darin, menschliche Gesichter und Gefühle darzustellen. Deshalb sind die Gesichter meiner Meinung nach besonders schwierig.“

    Milan und sein Team fanden eine kreative Lösung. „Wir haben etwas ganz Besonderes geschafft, indem wir aus dem starren LEGO Raster ausgebrochen sind und nicht alles im 90-Grad-Winkel angeordnet haben“, erzählt er. „Wir haben einige schräge Bereiche eingebaut, damit alles organischer wirkt, sodass sich die Arme gegenseitig halten. Indem wir auf diese Weise mit dem LEGO System gespielt und geschickte Geometrie eingesetzt haben, ist es uns gelungen, etwas von dieser Lebendigkeit einzufangen.“

    Ein Meisterwerk, das dazu geschaffen ist, ausgestellt zu werden

    Mit 4.000 Teilen ist dies das bislang größte LEGO Art Meisterwerk. Es ist 60 cm hoch und 54 cm breit. Da es als Kunstwerk ausgestellt werden soll, hat es eine eingebaute Aufhängevorrichtung, mit der das Set nach Fertigstellung direkt an der Wand befestigt werden kann.

    Das ist das perfekte Set – ganz gleich, ob für langjährige Bewunderer von Klimt, begeisterte Modellbauer, die nach einem besonders ehrgeizigen Projekt suchen, oder einfach nur jemand, der sich etwas ganz Besonderes für die Wand wünscht.

    In unserem Podcast erzählen wir mehr über dieses Prunkstück des Art Nouveau und darüber, wie daraus ein innovatives Set aus LEGO Steinen wurde.

    Das reicht dir noch nicht?

    Dann sieh dir die Homepage „Erwachsene willkommen“ an. Dort findest du unsere Kollektion mit Sets und Artikeln für Erwachsene!