Hilf deinem Kind, smart online zu spielen

Beim Spielen online braucht dein Kind nicht nur super Gaming-Fähigkeiten. Es muss auch wissen, wie es smart und sicher spielen kann. Wir haben deshalb vier einfache Schritte entwickelt, die deiner Familie dabei helfen sollen, online sicher unterwegs zu sein.

SCHRITT 1
Denke nach, bevor du deine Daten weitergibst
Menschen und Plattformen im Internet mögen freundlich und vertrauenswürdig wirken. Doch das muss nicht immer stimmen. Deshalb sollte dein Kind niemals persönliche Daten oder Passwörter weitergeben und sich immer überlegen: „Kenne ich diese Person gut?“ oder „Ist dieses Spiel altersgerecht oder bin ich zu jung für das Spiel?“ Bei Unsicherheit sollten es am besten bei einem Erwachsenen nachfragen, dem es vertraut.
Wie du helfen kannst
Ermutige dein Kind dazu, zu hinterfragen, wenn es im Internet nach persönlichen Daten gefragt wird. Muss das Spiel zum Beispiel wirklich den Standort deines Kindes wissen? Hilf deinem Kind, die Datenschutzeinstellungen auszuwählen oder richte die Kindersicherung ein.

SCHRITT 2
Überlege dir genau, mit wem du spielst
In der Realität sind nicht alle Dinge und Menschen so, wie sie online erscheinen. Eine gängige Taktik beim Datendiebstahl ist es, sich als eine vertrauenswürdige Person auszugeben. Um also sicher zu sein und smart zu spielen, sollte dein Kind nicht mit Personen spielen, die es nicht kennt.
Wie du helfen kannst
Es ist wichtig, dass Kinder verstehen, dass nicht alles, was sie online lesen oder sehen, wahr ist. Denn Informationen können falsch verstanden oder falsch dargestellt werden. Ermutige dein Kind also dazu, logisch zu handeln und Fakten zu überprüfen, damit es weiß, wem und was es online vertrauen kann und was es infrage stellen oder ignorieren sollte.

SCHRITT 3
Zeige Respekt
Es ist wichtig, dass sich dein Kind ehrlich und freundlich verhält, wenn es online spielt, denn Handlungen können Konsequenzen haben. Sein Online-Verhalten prägt seine digitale Identität. Erinnere dein Kind daran, respektvoll zu spielen und daran zu denken, dass sich hinter jedem Bildschirm eine echte Person befindet.
Wie du helfen kannst
Viele Spiele nutzen Anti-Mobbing-Tools, um einzuschränken, wer Beiträge anzeigen und kommentieren und Freundschaftsanfragen an andere senden kann. Wenn sich jemand nicht richtig verhält oder andere mobbt, kann man diese Person blockieren oder melden. So kann der anderen Person gezeigt werden, dass ihr Verhalten nicht in Ordnung ist.
Sprich mit deinem Kind darüber, wie es sich richtig verhält, wenn es bei einem Spiel gewinnt oder verliert, und wie es neue Spielerinnen und Spieler unterstützen kann. Ein ermutigendes Emoji oder ein netter Kommentar kann ein Kind, das Probleme mit einem Spiel hat, aufmuntern und einen riesigen Unterschied machen.

SCHRITT 4
Teile dir deine Bildschirm-Spielzeit gut ein
Viele Familien nutzen in ihrem Alltag digitale Bildschirme, zum Beispiel beim Fernsehen, Spielen, Chatten oder beim Nachrichten schauen. Das kann unterhaltsam sein und man kann dabei auch das ein oder andere dazu lernen, aber zu viel Bildschirmzeit kann die Gesundheit und die Konzentration eines Kindes negativ beeinflussen.
Wie du helfen kannst
Hilf deinem Kind, den Unterschied zwischen aktiver und passiver Bildschirmzeit zu verstehen, wie zum Beispiel zwischen dem aktiven Spielen eines Videospiels im Vergleich zum Scrollen von Videos. Finde heraus, was deinem Kind online am meisten Spaß macht und lenke das Gespräch darauf, wie wichtig regelmäßige Bildschirmpausen sind.
Weitere smarte Spielmöglichkeiten
Die vier Schritte können dir helfen, mit deinem Kind über Online-Sicherheit zu sprechen. Doch natürlich gehört mehr dazu, dein Kind online zu schützen. Hier sind ein paar praktische Tipps, damit du weißt, worauf du achten musst und wie sich dein Kind verhalten sollte, wenn es unangebrachtes Online-Verhalten beobachtet.
Bleibe auf dem Laufenden, um dein Kind zu schützen
Versichere deinem Kind, dass es sich jederzeit an dich oder einen anderen vertrauenswürdigen Erwachsenen wenden kann, wenn es Hilfe braucht, Zweifel hat oder sich in Schwierigkeiten befindet. Durch regelmäßige Gespräche kannst du mehr über die Interessen deines Kindes erfahren. Je besser du dein Kind kennst, desto leichter kannst du erkennen, wenn es Probleme hat. Wenn du Online-Sicherheit mit jüngeren Kindern sprechen möchtest, kann du unsere Build & Talk-Aktivitäten nutzen.
Die wichtigsten Dinge, die zu beachten sind
Gib deinem Kind das Gefühl, dass es dich jederzeit fragen kann, wenn es nicht weiß, ob etwas der Wahrheit entspricht oder wenn es unsicher ist, was es im Internet teilen kann.
Lasst uns über Betrug und Sicherheitslücken sprechen
Jeder kann mal versehentlich auf einen betrügerischen Link klicken. Es ist deshalb wichtig, dass dein Kind weiß, dass es sich in solchen Situationen jederzeit an dich wenden kann. Wenn ein Passwort ausgespäht wurde, solltest du dich sofort von allen Geräten abmelden, die mit diesem Account verknüpft sind, und ein neues, sicheres Passwort erstellen. Vergiss nicht, dass du über Online-Suchmaschinen oft schnell Hilfe und Anweisungen dazu finden kannst.
Hätte ich das bloß nicht geteilt
Wenn dein Kind etwas geteilt hat und es später bereut, solltest du ihm dabei helfen, diese Inhalte sofort zu löschen. Es ist aber möglich, dass Beiträge nicht komplett gelöscht werden können, da der digitale Fußabdruck dort gespeichert wird, wo wir ihn nicht ohne Weiteres sehen können. Hat dein Kind mit seinem Beitrag jemanden verletzt hat, solltest du es dazu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen, indem es sich bei der betroffenen Person entschuldigt. Bestärke dein Kind, darüber nachzudenken, warum sein Kommentar verletzend war, damit ähnliche Situationen in Zukunft vermieden werden können.
