So entstanden unsere Beatles-Portraits aus LEGO® Steinen | Official LEGO® Shop

So entstanden unsere Beatles-Portraits aus LEGO® Steinen

Love, love, love! Unsere LEGO® Art The Beatles Wandportraits begeistern viele.

Doch wie sind die Designer eigentlich auf diese glorreiche Idee gekommen?

Das haben wir unsere talentierten Designer Kitt Kossmann und Christopher Stamp in einem Interview im Rahmen unserer Brick Expander-Serie gefragt. Und dabei so einiges über den Entwicklungsprozess dieses Modells erfahren.

The Beatles

Average rating3.6out of 5 stars
Price124,99 €

Die Wandportraits waren eine ganz neue Kategorie, oder?

Kitt: Ja, genau, es war ein komplett neues Franchise: LEGO Art. Es war außerdem das erste Mal, dass wir keine eckigen, sondern runde Bausteine verwendet haben, um dadurch ein pixelartiges Bild zu kreieren. Wir mussten also quasi bei null anfangen.

Chris: Ich hatte zwar schon etwas Erfahrung mit anderen neuen Spielthemen gesammelt, die folgten aber immer demselben Schema. Hier hatten wir jedoch den offiziellen Auftrag, ein ganz anderes Endprodukt, nämlich ein reines Ausstellungsstück, zu kreieren. Früher waren solche Stücke immer eine Art Hybrid, mit dem man auch spielen konnte.

Wow, also eine echte Herausforderung! Wo lagen denn die Knackpunkte bei der Entwicklung eines ganz neuen Franchise?

Kitt: Wir haben schnell festgestellt, dass wir nicht mit physischen Steinen an die Sache herangehen konnten, sondern das Ganze virtuell entwickeln mussten. Deshalb mussten wir uns verschiedene grafische Tools aneignen. Weil ich aber bisher nur mit echten Modellen gearbeitet hatte, musste ich ein ganz schönes Lernprogramm absolvieren.

Chris: Wir setzen die LEGO Steine im Designprozess normalerweise immer physisch zusammen. Anfangs haben wir das auch ausprobiert, es stellte sich aber als extrem zeitintensiv heraus. Wenn man zum Beispiel irgendwann feststellte, dass etwas mit den Wangenknochen nicht stimmte, brauchte man zwei Tage, um alles wieder neu aufzubauen. Bei digitalen Pixeln sieht man immer sofort, ob man sie an die richtige Stelle bewegt hat oder nicht.

Wart ihr überrascht darüber, dass sich alles so schwierig gestaltete?

Chris: Ja, wir sind vielleicht ein bisschen naiv an die Sache herangegangen. Wir dachten: „Es kann doch nicht so schwer sein, ein paar Fotos durch ein Computerprogramm zu jagen!“ Ehrlich gesagt, war ich regelrecht geschockt darüber, wie schwierig und anspruchsvoll das Ganze war.

Kitt: Es war auch so heftig, weil wir alles in relativ kurzer Zeit durchgezogen haben – in nur etwa drei Monaten.

Ich wollte gerade fragen, ob ihr euch die anderen Kollegen bei LEGO Art nicht ein bisschen unter die Arme greifen konnten … aber IHR wart ja LEGO Art!

Chris: Ja genau, unser Designteam bestand nur aus Kitt und mir!

Kitt: Leider mussten wir bei jedem Projekt eine neue Herangehensweise erarbeiten, weil alle so unterschiedlich waren. Andy Warhols Marilyn Monroe war eine Grafik, an die Beatles mussten wir eher künstlerisch herangehen, und bei Iron Man mussten wir uns mit den Oberflächen der Rüstung beschäftigen, um sie realistisch zu gestalten. Bei Darth Vader haben wir wiederum viel mit Lichteffekten gearbeitet, um ihn besser hervorzuheben. Normalerweise haben Künstler ja einen bestimmten Stil, den sie immer wieder reproduzieren. Hier mussten wir aber vier ganz einzigartige Produkte herstellen. Ich war wirklich froh, dass ich in meiner Freizeit male und etwas künstlerisch begabt bin, sonst hätte ich wirklich nicht gewusst, wo ich anfangen soll!

Konntet ihr denn wirklich überhaupt keine alten Designtechniken anwenden?

Chris: Wir hatten die grundlegenden LEGO Prinzipien natürlich immer im Hinterkopf. Das fertige Ausstellungsstück ist zwar sehr wichtig. Aber genauso wichtig ist das Bauerlebnis. Wir wussten, dass das Bauen im Vergleich zu einem LEGO Technic Modell deutlich repetitiver sein würde. Deshalb haben wir versucht, das Ganze so anspruchsvoll und interessant zu wie möglich gestalten, um zu vermeiden, dass die Leute 50 schwarze Teile nacheinander einsetzen müssen. Wir haben uns auf den Hintergrund, das Licht in den Haaren und die Darstellung aller Silhouetten konzentriert.

Warum habt unter all den Beatles-Fotos ausgerechnet die aus dem Weißen Album ausgewählt?

Chris: Wir haben als Erstes die Albumcover und alle Fotos aus den Jahren ihres Bestehens durchgeschaut. Dann haben wir darüber nachgedacht, wie sich der Durchschnittsmensch die Beatles wohl vorstellt, weil sich ihr Aussehen im Laufe ihrer Karriere ja stark verändert hat. Das war aber irgendwie eine Sackgasse. Also fragten wir uns einfach: „Welche Fotos lassen sich gut nachbilden und sind auch leicht identifizierbar?“

Kitt: Am Anfang ihrer Karriere trugen die Fab Four ganz bewusst alle die gleichen maßgeschneiderten Anzüge und hatten den gleichen Haarschnitt. Auf den Fotos aus dem Weißen Album kann man aber wirklich ihre individuellen Persönlichkeiten hindurchscheinen sehen. Man sieht, dass sie erwachsen geworden sind. Vier Individuen. Es sind wirklich tolle, ehrliche Portraits.

Chris: Diese ehrliche und nuancierte Darstellung machte es uns aber auch schwer. Wenn man einen Pixel falsch setzte, wirkten die Augen plötzlich traurig oder das Kinn war falsch. Das war natürlich ärgerlich, und man verbrachte viel Zeit damit, die Pixel hin und her zu schieben …

Kitt: … oder Johns Brille anzustarren …

Chris: … ja, ich habe wohl noch nie ein Gesicht so intensiv angeschaut!

The Beatles

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Ein wichtiger Teil der LEGO Philosophie ist das Konzept des „Durch Scheitern lernen“. Wo lag euer größtes Lernfeld?

Chris: Im Bereich der Farben. Wir hatten uns gegen Schwarz-Weiß entschieden, weil es das schon gab, und wollten dem Ganzen mit einem Farbfilter unsere eigene Note verleihen. Als wir der Beatles’ Company [Apple Corps] dann eine Version in Grün- und Gelbtönen vorlegten, kam das Feedback: Die sehen ja aus, als wären sie unter Wasser!

Kitt: Wir haben damals alle möglichen Farbkombinationen auf großen Papierbögen ausprobiert: Violett, Rosa … einfach alles. Am Ende entschieden wir uns für Orange auf der einen und Blau auf der anderen Seite des Portraits, weil das den Gesichtern Wärme und Tiefe verlieh. Auf Johns Originalfoto ist seine eine Gesichtshälfte im Schatten, und wir mussten sie sozusagen neu erfinden, um den gleichen Effekt zu erzielen wie bei den anderen.

Zu guter Letzt noch eine Frage. Wer ist euer Lieblings-Beatle?

Kitt: Paul hat was, oder? Wäre ich damals jung gewesen und hätte ein Konzert besucht, hätte ich wahrscheinlich die ganze Zeit nur Paul angestarrt.

Möchtest du beim Bauen von The Beatles LEGO Wall Art unseren Soundtrack hören? Dann lade ihn hier herunter …

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