Tania

Ich bin Senior Designer im „Creative Play Lab“ und lebe derzeit in Singapur. Bei meiner Arbeit dreht sich alles darum, das Spielen mit LEGO® neu und innovativ zu gestalten! Ich stelle mir vor, wie das Spielen in ein, zwei oder sogar zehn Jahren aussehen könnte. Nachdem wir neue Spielerlebnisse entworfen und als Prototypen entwickelt haben, geht es darum, unsere Designs zu testen. Wir stellen unsere Ideen Kindern vor, die dann entscheiden, ob sie sie mögen. Der Prozess wiederholt sich immer wieder, bis wir den Nagel auf den Kopf getroffen haben und die Kids glücklich sind!
Tania

Gibt es Menschen oder Situationen in deinem Berufsleben, die dich besonders unterstützt oder inspiriert haben?
Der Stolz, die Sorgfalt und die Mühe, die viele meiner Kolleg*innen in ihre Arbeit stecken, haben mich inspiriert. Wenn ich mich zu gestresst und überlastet fühle, rufe ich mir das Motto der LEGO® Gruppe ins Gedächtnis: „Nur das Beste ist gut genug“. Diesen Gedanken lasse ich dann in alles, was ich tue, einfließen.

Welche Vorurteile sind dir auf deinem bisherigen Karriereweg begegnet, und wie hast du sie bewältigt?
Ich erinnere mich nicht bewusst an Vorurteile, die mir in meinem bisherigen Berufsleben begegnet sind. Aber da ich in einem globalen Unternehmen arbeite, habe ich mich manchmal aufgrund der verschiedenen Zeitzonen aus Gruppen ausgeschlossen gefühlt. Es hilft ungemein, Probleme anzusprechen und gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten.

Tania

Hast du im Zuge der COVID-19-Pandemie etwas Unerwartetes gelernt, und welchen Rat würdest du anderen Frauen geben?
Die COVID-19-Pandemie hat mich aus meiner Komfortzone gekickt, das hat vieles relativiert. Die unerwartete Situation brachte mich dazu, besser werden zu wollen und Dinge zu tun, über die ich schon lange nachgedacht, sie aber nie in die Tat umgesetzt hatte. Der Sinn des Lebens erschien mir plötzlich wie in einem Spiegel, durch den man von beiden Seiten sieht. Ich brauchte einen Zweck, und ich musste aktiv werden. Wenn ich zurückblicke, hätte ich vor einem Jahr oder mehr nie gedacht, dass ich all das erreichen würde, was ich mir vorgenommen hatte. Die Zeit ist kurz, Komfortzonen sind dazu da, dass man sie gelegentlich verlässt, und Risiken sind es wert, eingegangen zu werden. Mutig zu sein, um Dinge zu verändern, ist plötzlich zur Norm geworden.

Was würdest du der aktuellen Generation von Mädchen raten, um ihnen zu helfen, ihre Ziele/Wunschkarriere/Träume zu verwirklichen?
 An alle, nicht nur an die aktuelle Mädchengeneration: Traut euch was! Habt keine Angst, ehrgeizig zu sein. Habt keine Angst, das zu bekommen, was ihr wollt, und respektiert dabei euch selbst und die Welt um euch herum. Inspiriert andere, indem ihr euch zuallererst selbst inspiriert.